Was Kinder zu starken Menschen macht

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  • Lassen Sie Herausforderungen für Ihr Kind zu oder schaffen Sie diese. Kinder können sich auch eine Stunde allein im geschützten Laufgitter beschäftigen und sollten lernen, dass es auch ohne permanenten Nuckelpullen-Einsatz geht. Gerade in Familien, in denen sonst alles glatt läuft, ist das für die Kinder wichtig.
  • Dosieren Sie die Herausforderungen. Beziehen Sie die Kinder je nach Alter in Haushaltsaufgaben mit ein, ermutigen Sie sie zu kleinen Abenteuern wie Treppen steigen, balancieren oder klettern. Kurz: Vertrauen Sie ihnen, aber achten Sie darauf, dass die Aufgabe auch wirklich gelingen kann.
  • Versuchen Sie nicht, Ihr Kind vor allem zu schützen. Die „Pass auf“-Mentalität vieler Eltern bewirkt, dass Kinder ängstlich werden und mit bestimmten Gefahren nicht umgehen können. Lassen Sie das Kind selbst eine Kerze anzünden und haben Sie sicherheitshalber ein Schälchen kaltes Wasser in Reichweite – für angesengte Finger. Lassen Sie sich eventuell vorhandene Ängste nicht anmerken.
  • Lassen Sie Ihr Kind hinfallen – und selber wieder aufstehen, denn „Kinder lernen Laufen von Fall zu Fall“, sagt Wunsch. Machen Sie kein großes Aufhebens um den Sturz, stürmen Sie nicht sorgenvoll hin – auch wenn es Ihnen schwerfällt. Meistens ist es halb so wild und Ihr Kind lernt, selbst wieder aufzustehen und weiterzugehen. Auch später im Leben.
  • Wenn Ihr Kind auf Mahlzeiten mit „Das mag ich nicht, das kenn ich nicht“ reagiert, seien Sie beharrlich, außer es gibt Anzeichen für medizinisch nachweisbare Unverträglichkeiten. Das Eltern-Argument „Ich mag ja auch nicht alles“ – zählt nicht. Keine Suggestivfragen wie „Meinst du, das magst du?“. Stattdessen Essens-Nörgeleien nicht allzu ernst nehmen und es geduldig wieder mit Obst und Gemüse versuchen – auch gegen Widerstände.
  • Sinnstiftende Gemeinschaften erhöhen die Stressresistenz. Dazu gehören zum Beispiel religiöse Gruppierungen, aber auch Pfadfinder, das Jugend-Rote-Kreuz, die freiwillige Feuerwehr oder andere gemeinnützige Jugendorganisationen. Kinder lernen, über ihr eigenes Ego hinaus zu denken und zu handeln. Das Gemeinschaftsgefühl verleiht ihnen Stärke und Kraft.
  • Treffen Sie mit Ihren Teenager-Kindern feste Vereinbarungen oder machen Sie Verträge. Zum Beispiel beim Thema Aufräumen. Einmal in der Woche wird aufgeräumt, einmal in der Woche gibt es eine Art Zimmerkontrolle. Alles, was dann noch nicht erledigt ist, muss sofort gemacht werden. Suchen Sie sich für die Kontrolle eine Zeit aus, die auch den Nachwuchs zu Disziplin zwingt: zum Beispiel kurz vor der Lieblings-TV-Serie, kurz vor der Samstagabend-Party, etc.
  • Nicht jedem Verlangen nachgeben, sonst rutschen Sie und Ihr Kind in die Verwöhnungsfalle. Kinder müssen lernen, gewisse Zustände und Umstände zu ertragen. „Kein Kind braucht beispielsweise ein eigenes Handy“, sagt Wunsch. Die Alternative wäre ein Familienhandy, das alle Kinder je nach Situation, Ausflug oder Anlass benutzen können.
  • Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu. Zum Beispiel den Umgang mit Geld für Kleidung. Ein 13-Jähriger kann dafür durchaus ein eigenes Budget bekommen und sich selbst um seine Ausstattung kümmern. Das Kind sollte über die Ausgaben Buch führen, am Ende des Monats gibt es eine Kassenkontrolle. Wenn es sich statt der nötigen Winterjacke lieber ein paar teure Turnschuhe leisten will, dann lassen Sie es.
  • Wichtig: Diese Tipps können nur dann gelingen, wenn Sie sie nicht formal oder harsch einfordern, sondern wohlwollend und ermutigend verdeutlichen und ihre Kinder bei der Umsetzung begleiten.

Quelle: http://www.stern.de/gesundheit/erziehung-was-kinder-zu-starken-menschen-macht-2082453.html

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Das Geheimnis der Buddys

Du hast Stress auf dem Schulhof – zack – ist ein Buddy zur Stelle! Steht dir bei, schlichtet und löst den Konflikt. Einfach so. Selbstlos. Lässig. Lieb. Hammer, oder!? Du verzweifelst an den Hausaufgaben – schwupp – taucht er wieder auf, der Buddy, hilft dir und erklärt den Stoff so, dass du ihn verstehst. Unglaublich, aber wahr! Der Buddy ist keine neue Comicfigur oder ein Phantom aus deiner Fantasie, sondern an 800 Schulen in Deutschland bereits Realität. Rund 400.000 Schüler sind zurzeit als Buddy (englisch für Kumpel) aktiv. Freiwillig. Durch Mitgefühl, Toleranz, Engagement und eine gehörige Portion Verantwortungsbewusstsein pushen sie den Wohlfühl-Faktor ihrer Schule. Denn anderen zu helfen, ist ihnen ein Bedürfnis und darum selbstverständlich. Respect besuchte eine Schule mit Buddy-Projekt* – und war tief berührt.

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Das Cleverle-Bildungskonzept

In einem kleinen Dorf in der Elfenbeinküste spielen Kinder und zeigen dabei ihre vielfältigen Talente. Traditionelle Erziehung und  Schule unterdrücken die spielerische Talententfaltung, wodurch das individuelle Potenzial der Kinder vernachlässigt wird. Diese Erfahrung im Jahre 1973 prägte den Entwicklungsingenieur Wolfgang Helmeth, der sich seither mit der Frage beschäftigt: „Was kann und muss man tun, um individuelle Potenziale von Kindern überall auf der Welt systematisch zu wecken und zu fördern?“